Stressverarbeitung nach belastenden Ereignissen (SVE)

Nach Einsätzen, bei denen Feuerwehrmitglieder großem Stress ausgesetzt sind, brauchen sie oft selbst Hilfe - dann kommen die Feuerwehr - Peers zum Einsatz.

Der Begriff PEER kommt aus dem Englischen und bedeutet „einer aus der Reihe der Gleichen“. Das heißt der Peer ist ausbildungsmäßig und vom Sprachgebrauch her gleichgestellt, spricht also dieselbe Sprache wie die Einsatzkraft.

Feuerwehr - Peers sind speziell ausgebildete und geprüfte Einsatzkräfte für die psychologische Betreuung von Kameradinnen und Kameraden während oder nach besonders belastenden Einsätzen.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr-Peers gehören Präventiv-Schulungen (z.B. bei Winterschulungen), Kameradenbetreuung im Einzelgespräch, Einsatzbegleitung vor Ort, Einsatzabschluss, Gruppen - Nachgespräche, Familienbetreuung und gegebenenfalls Weitervermittlung na psychosoziale Fachkräfte.

Peers arbeiten meist im Team, gelten rechtlich als „Psychologische Hilfskräfte“ und unterliegen der Fortbildungs- und Schweigepflicht.

Zu 23 Einsätzen im Jahr 2017 wurden die Feuerwehr-Peers niederösterreichweit bisher angefordert – Tendenz deutlich steigend!

Auch wir haben nun einen Feuerwehr - Peer in unseren Reihen, seit 14. Oktober 2017 unterstützt Löschmeister Rebecca Führer die Peers.

In Niederösterreich sind 81 Peers tätig, angefordert können diese über die Landeswarnzentrale werden.